Knaller von Kenan Hasicic rettete dem FC Anker Wismar den Auswärtspunkt, Stürmer Sebastian Schiewe beim Aufwärmen am Kopf verletzt

05.03.2017

Knaller von Kenan Hasicic rettete dem FC Anker Wismar den Auswärtspunkt

Stürmer Sebastian Schiewe beim Aufwärmen am Kopf verletzt

Was war das für ein Spielende aus Sicht des FC Anker Wismar! Der letzte Angriff der Hansestädter wurde mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Torjäger Erdogan Pini eingeleitet. Pini, er musste leicht angeschlagen von Spielbeginn an auflaufen da sich Sebastian Schiewe beim Aufwärmen eine Kopfverletzung (Gehirnerschütterung) zugezogen hatte, zog in Richtung Strausberger Strafraum und wurde dort gefoult. Doch der ansonsten gut amtierende Unparteiische entschied zum Ärger der Gäste nur auf Eckball. Doch dieser Eckball brachte dann doch den erhofften Ausgleich. Die Hausherren konnten den Eckball nur unzureichend abwehren. Aus dem Hinterhalt kam der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Kenan Hasicic an den Ball und er hämmerte die Kugel aus gut 25 Metern volley ins Netz. Der bis dahin starke Timo Hampf, er bestritt für Lichtenberg 47. Tennis Borussia Berlin und den FC Strausberg knapp 200 Oberligaspiele, machte sich umsonst lang und konnte diesen Ausgleichstreffer nicht verhindern. Kurze Zeit später großer Jubel bei den Ostseestädtern, denn der Berliner Unparteiische pfiff die Partie ohne Wiederanstoß ab. „So ein Tor werde ich wohl die nächsten Jahre nicht wieder schießen, denn das war ein Glückstreffer. Und eine vierstündige Rückreise ist mit einem Punkt zudem besser auszuhalten“, freute sich das 19-jährige Nachwuchstalent. Seine Nummer „13“ war an diesem Abend also eine Glückzahl. Das Ankerteam war mit gemischten Gefühlen in den Westen Brandenburgs gereist, denn die beiden Torjäger Franz-Walther Schlatow und Erdogan Pini waren angeschlagen, Marco Bode studienmäßig verhindert. Zu allem Überfluss bekam Sebastian Schiewe beim Warmmachen einen Ball an den Hinterkopf und konnte nicht mehr auflaufen. Trotzdem hatten die Ostseestädter in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten. In der 13. Minute parierte der starke Hampf im FCS-Tor einen Schuss von Pini, zwei Minuten später klärt die Strausberger Hintermannschaft einen Freistoß von Philipp Unversucht. Nach genau einer halben Stunde zwei Riesenmöglichkeiten des Adigoteams. Dmytro Pylypchuk hatte abgezogen, Hampf geklärt und den folgenden Kopfball schlugen die Hausherren von der Linie. Doch auch die Gastgeber hatten in der 32. und 45. Minute zwei gute Möglichkeiten. Während einmal Mauritz Mißner im Ankertor mit einem Reflex klären konnte, zischte ein Schuss von Tim Bolte knapp am Wismarer Tor vorbei. Kurz nach Wiederanpfiff des Berliner Unparteiischen die Führung der „Straußen“. Bektas hatte an der Außenlinie den Ball zugespielt bekommen, zog nach innen und aus gut 25 Metern ab. Unhaltbar für Ankerkeeper Mißner schlug die Kugel rechts unten im Tor ein. Das Ankerteam drückte danach vehement auf den Ausgleich, doch spielerisch lief es an diesem Abend nicht perfekt. Zweikämpfe wurden verloren und die kompakt stehende Hintermannschaft der Hausherren blieb immer wieder siegreich bei Kopfballduellen. Zwar hatte das Ankerteam durch Pini und Pylypchuk ebenfalls gute Chancen, doch Hampf im FCS-Gehäuse schien schier unüberwindlich. Bis Kenan Hasicic abzog…. „Natürlich war es schwer für mein Team. Seit Mitte Dezember haben wir nur auf Kunstrasen gespielt und auch das Abschlusstraining am Donnerstag durften wir nicht auf dem Rasenplatz neben dem Kunstrasen absolvieren. Wir wollten die drei Siegpunkte mit nach Wismar nehmen, doch am Ende müssen wir mit dem verdienten Remis zufrieden sein“, so Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo.

Statistik: FC Strausberg – FC Anker Wismar 1:1 (0:0).

Tore: 1:0 Yildirim Kaan Bektas (48.), 1:1 Kenan Hasicic (90+2.).

Schiedsrichter: Christoph Beblik (Berlin);

Z.: 116

Gelbe Karten: Turek (4), Bektas (6), Karim (6), Pilz (1), Lindner (4), Bolte (5)/ Unversucht (6)

FC Anker Wismar mit: Mißner – Ostrowitzki, Unversucht, Ney – Köhn (57. Schlatow), Ilijazi – Ottenbreit (75. Hasicic), Wahab (79. Martens), Rodrigues – Pylypchuk, Pini.



von Sebastian Schiewe