Derbysieg in Schwerin

11.09.2017

Doppelpack von Sebastian Schiewe stellte die Weichen zum Ankersieg

Oberliga Nordost: FC Mecklenburg Schwerin – FC Anker Wismar 0:4 (0:2).

Alle Achtung, Schwerin! Mit Hilfe der Stadt kann der FC Mecklenburg jetzt eine tolle Fußballanlage vorweisen. Eine überdachte Tribüne für knapp 500 Fans, ein toller Rasenplatz und eine gute Flutlichtanlage, Fußballherz was willst du mehr. Die Gastgeber werden darauf sicher eine klare Antwort haben – sie wollen Erfolge auf ihrer Anlage feiern.

Doch das erste Oberligapunktspiel nach dem Pokalerfolg gegen den Lübzer SV ging voll daneben, denn die Landeshauptstädter mussten gegen den FC Anker Wismar am Ende eine klare 0:4-Niederlage hinnehmen.

Und an dieser Niederlage gab es nichts zu deuteln, denn die Wismarer Elf gewann auch in dieser Höhe verdient mit 4:0-Toren. Bereits in der 2. Minute die erste Möglichkeit für die Gäste, doch ein Kopfball von Sebastian Schiewe strich über das Schweriner Tor. Doch danach wurde Schiewe praktisch zum Matchwinner. Da Henry Haufe und Andre Wenzel nicht zum Einsatz kommen konnten, bildeten Sebastian Schiewe und Kevin Mbengani das Stürmerduo. „Basti“ selbst schwebte nicht nur nach seinen beiden Treffern und der Vorbereitung des 4:0-Endstandes auf „Wolke sieben“, denn seine Lebenspartnerin und er erwarteten am Spieltag ihr erstes Kind. Mannschaftsbetreuerin Christin Krischewski hatte sein Handy in Verwahrung falls ein Anruf von zu Hause oder schon aus der Klinik kommt. Doch zum Glück (für das Team) meldete sich das Baby nicht während des Spiels und auch nicht kurz nach dem Abpfiff. So konnte Sebastian den Sieg mit seinem Team ausgelassen feiern. In der ersten Halbzeit dominierte die Ankercrew fast nach Belieben und führte zur Pause verdient. Ein Schreck für beide Mannschaften gab es in der 17. Minute. Niels Laumann und Ivanir Rodrigues prallten bei einem Kopfballduell so unglücklich zusammen, dass sie benommen liegen blieben. Doch beide konnten die Partie weiter fortsetzen, Laumann bis zur 74. Minute mit einem Turban, Rodrigues sogar bis zum umjubelten Schlusspfiff. Bereits in der 47. Minuten hatten die Gäste den Torjubel wieder auf den Lippen. Der dribbelstarke Mbengani hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt, war in den Strafraum eingedrungen, doch sein Schuss landete am Außennetz. Ein Weckruf für die Elf von Trainer Enrico Neitzel, denn die Gastgeber investierten jetzt mehr in den Angriff. In der 58. Minute kam Tino Witkowski dann im Strafraum frei zum Schuss, doch Mauritz Mißner klärte per Fußabwehr. Diese gute Parade hätte er fast selbst zu nichte gemacht, denn in der 67. Minute unterlief ihm ein grober Fehler, doch Marco Bode klärte auf der Linie. Guilherme Lima, Mbengani und Rodrigues trieben ihr Team immer wieder nach vorne und die Hansestädter belohnten sich in der Schlussphase dann noch zweimal. Lima mit einem Schuss von der halbrechten Seite und der eingewechselte Björn Weisenborn im Nachsetzen erzielten dabei ihre ersten Punktspieltreffer für den FC Anker Wismar. „Einen ganz großen Glückwunsch an mein Team, dass auf dieser tollen Anlage ein starkes Spiel geboten hat. Obwohl wir wussten, dass es in Schwerin immer schwer ist zu gewinnen, sind wir mit der festen Siegesabsicht angereist und haben das dann auch erreicht, Jetzt werden wir uns konzentriert auf die nächste Heimpartie gegen Altlüdersdorf vorbereiten“, freute sich Trainer Christiano Dinalo Adigo nach dem Abpfiff über den klaren Erfolg.

SR.: Florian Strübing (Röbel/ Müritz)

Z.: 650

FC Anker Wismar mit:Mißner – Bode, Unversucht, Ostrowitzki – Abdulai, Vierling – Lima (82. Rath), Wahab (69. Ottenbreit), Rodrigues – Schiewe, Mbengani (78. Weisenborn).

Trainer: Christiano Dinalo Adigo.

Gelbe Karten: Christoph Kaminski (3) / ohne

Tore: 0:1 Sebastian Schiewe (15., Kopfball nach Flanke von Ivanir Rodrigues), 0:2 Sebastian Schiewe (26., nach Grundliniendurchbruch von Guilherme Lima), 0:3 Guilherme Lima (79., nach toller Vorarbeit von Kevin Mbengani), 0:4 Björn Weisenborn (86.Freistoß Ivanir Rodrigues, Grundlinienrückgabe Sebastian Schiewe auf Hannes Rath und der spielt auf Weisenborn der dann vollendet).

Bernhard Knothe



von Sebastian Schiewe