Teil 3: Der Umgang mit den Kindern

Eine große Umstellung für die Junioren ist das Hallentraining. Alles ist viel enger, viel komprimierter - natürlich auch das Training. Ein fast perfekter Ort jedoch, um Ballbehandlung, Pass, - und Schusstechnik, sowie Spielverständnis zu üben. Es wird immer oberste Priorität haben, den Spielern zu zeigen, dass der Wechsel zwischen Spielen und Üben besonders dazu geeignet ist, ihnen das Fußballspielen beizubringen. Schließlich kommt man mit solchen ganzheitlichen Methoden am schnellsten zum Ziel.Hierbei eignen sich besonders Übungen und Spielformen in kleineren Gruppen am besten.

Wir haben bei den „Bambinis" immer wieder spielerische Vorgaben bei kleinen 3:3 oder auch 4:4 Spielchen mit einfließen lassen. Eine dieser Aufgaben ist beispielsweise das Passspiel mit nur zwei Kontakten. Hierbei lernen die Kinder zwei Dinge besonders eindrucksvoll: zum einen ist eine enorm hohe Konzentration notwendig um den Ball an, - und mitzunehmen, zum anderen findet die Schulung des Spielverständnisses seinen Ansatz. Das bedeutet, dass ein junger Spieler von Anfang an lernt, den Blick für den freien Mitspieler zu erfassen, um ihn schließlich anzuspielen. Diese Methode erfordert natürlich viel Geduld vom Trainer, da nicht alles gleich auf Anhieb passt. Spätestens ist hier zeigt sich aber, wie das Verhältnis zwischen Spielern und Trainern wirkt.

Kindern in diesem Alter werden immer wieder Fehler unterlaufen, das ist völlig normal. Hier bietet sich besonders ein vertrauensvolles Miteinander an. Wenn unsere jungen Spieler wissen, dass sie ruhig Fehler machen dürfen, wird sich der Fortschritt schnell einstellen. Oberste Regel dabei bleibt aber immer, dass ein Trainer jederzeit in der Lage sein muss, das „zu lernende" vorzuzeigen, da Kinder besonders visuell, also mit den Augen lernen. Aus eigener Erfahrung kann der Autor versichern, dass im täglichen Umgang  mit den jungen Spielern ein Vertrauensverhältnis wächst, das für die gesamte Ausbildung von unschätzbarem Wert ist.

Wenn sich inmitten dieser „Hallenlernphase" erfolgreiche Turnierabschlüsse dazu-gesellen, macht es vieles leichter, weil der Trainer fortan Argumente hat. Die gesamte Arbeit trägt nun erste Früchte, das Miteinander, also auch das Verhältnis der Spieler untereinander, reift und bildet das Fundament für höhere Aufgaben im sportlichen Bereich. Gerade jungen Spielern wird so verdeutlicht, wie wichtig es ist, den so viel beschworenen „Teamgeist" zu erleben. Fußball ist und bleibt nicht zuletzt immer noch eine Mannschaftssportart.